Alle Menschen sind willkommen!

Die 3 katholischen Kitas in Baesweiler arbeiten zusammen

Do 22. Mär 2018
Hannelore Wowra-Kaun
Die Mitglieder des Kindergarten Ausschusses stellen die Arbeit in den 3 Kitas vor.
_T7A1885 (c) St. Petrus
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 Die drei Kindergärten der Kirchengemeinde St. Marien arbeiten inklusiv!

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben und dass sie auch die gleichen Chancen bekommen müssen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie eine Behinderung haben oder nicht. Denn Inklusion heißt: Es ist normal, dass alle Menschen unterschiedlich sind.

Bei der Integration wird ein Mensch mit besonderen Bedürfnissen in ein bereits bestehendes System aufgenommen. Es wird von diesem Menschen eine Anpassung erwartet.

Bei der Inklusion soll keiner ausgeschlossen werden. Es geht nicht mehr um eine Eingliederung, wenn von Anfang an alle dabei sind.

In einer sogenannten inklusiven Gesellschaft wird niemand ausgegrenzt und Unterschiedlichkeit nicht bloß toleriert, sondern als selbstverständlich betrachtet.

In der UN-Behindertenrechtskonvention ist Inklusion als Menschenrecht festgeschrieben. Deutschland hat diese Vereinbarung 2016 zwar unterzeichnet, der Weg zu einer wirklich inklusiven Gesellschaft ist jedoch noch lang.

Ein Ziel der Inklusion ist es, dass alle Menschen Anspruch auf den gleichen Zugang zu Bildung haben müssen. Daher beginnt Inklusion nicht erst in der Schule, sondern bereits im Kindergarten.

Die Leiterinnen und die Einrichtungsteams unserer drei katholischen Kindergärten in Baesweiler haben bereits vor einigen Jahren begonnen, sich auf die Veränderung einzustellen. Fast alle Mitarbeiterinnen wurden entsprechend geschult, Konzepte wurden entwickelt und in Zusammenarbeit mit dem Träger gute Rahmenbedingungen geschaffen. Ein Vorteil ist, dass alle drei Einrichtungen bereits Erfahrung mit Kindern in sogenannter „Einzelintegration“ gemacht haben. Der Auftrag Bildung, Betreuung und Erziehung von „besonderen“ Kindern wurde bereits mehrfach ausgeführt.

Kinder haben weniger Schranken im Kopf

Die Erzieher sind sich einig, dass Kinder unvoreingenommener mit Behinderungen umgehen als Erwachsene. Die Kleinen reden vielleicht nicht miteinander, zeigen aber durch eine Berührung oder freundliche Geste, dass sie sich mögen. „Kinder haben viele Fragen, wenn sie jemanden treffen, der anders ist als sie selbst – gleich, welche Einschränkung er oder sie hat. Je früher man diese Fragen beantwortet, umso selbstverständlicher ist der Umgang miteinander“.

Es spielt eine entscheidende Rolle für die Identitätsfindung des Kindes, dass es sich in der Kita willkommen und angenommen fühlt.

Kinder lernen besser von anderen Kindern als von Erwachsenen. Sie beobachten sich gegenseitig, sehen, was dem anderen schwerfällt, in welchen Situationen sie helfen können, und was sie selbst vom Gegenüber lernen können. So fordern sie sich gegenseitig heraus: Der eine kann schon klettern, Stufen gehen oder sich die Schuhe binden, andere schauen es ab. Der nächste tut sich mit dem Essen leichter und kann einem anderen Kind zeigen, wie es Messer und Gabel besser in der Hand halten kann.

Wir sind überzeugt: Inklusion bietet tolle Entwicklungschancen für alle!

Als Träger der katholischen Kindergärten befürworten wir die Arbeit nach dem Konzept der Inklusion.

Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes und muss mit seinen individuellen Eigenschaften, Stärken und Schwächen angenommen werden.

Wir übernehmen die Verantwortung, dass in unseren drei katholischen Kindertagesstätten jedes Kind als Individuum wahrgenommen und geschätzt wird.

Kinder mit und ohne Behinderung werden näher zusammengeführt. Alle gehören gleichberechtigt ihrer Gruppe an. Dadurch werden sie stark.

Inklusion soll als Bereicherung erlebt werden und nicht als Problem oder Defizit.

 



 

 

 

 

 

 

 

 

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